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08.06.2022

Ein verrücktes MEVZA Innsbruck BeachEvent geht zu Ende

Ein verrücktes MEVZA Innsbruck BeachEvent geht zu Ende
Das Wichtigste zuerst: Wir gratulieren den jungen Österreicherinnen Magdalena Rabitsch/Anja Trailovic und dem tschechischen Team Vaclav Bercik/ Matyas Dzavoronok zum Turniersieg beim MEVZA Innsbruck BeachEvent 2022 im Rahmen der win2day Beach Volleyball Tour PRO.

Ein Turnier, das in Erinnerung bleiben wird
Der heutige Finaltag – Sonntag, 5. Juni 2022 – begann wie ein Sommertag nicht schöner hätte beginnen können. Bereits während der ersten Halbfinalspiele füllte sich der Centercourt nach und nach. Vor allem die Nachricht, dass wir sowohl im Damen- als auch im Herrenfinale österreichische Teams sehen würden, und natürlich die gute Laune, die weit um den Marktplatz zu hören war, brachte viele Fans ins Stadion. Pünktlich zum Beginn der Bronze Medal Matches war die Tribüne schließlich bis auf den letzten Platz ausverkauft, die Stimmung am Kochen.

Und dennoch schwebten im wahrsten Sinne des Wortes schwarze Wolken über dem Marktplatz – schwarze Wolken, die immer dichter wurden. Als plötzlich Sturm aufkam, bewahrheiteten sich leider die schlimmsten Befürchtungen und das Unwetterprotokoll trat in Kraft. Mitten im Bronze Medal Match der Herren – alle bewunderten Altmeister Clemens Doppler mit Partner Thomas Kunert bei der Arbeit – musste der Centercourt augenblicklich geräumt werden. Das Spiel wurde unterbrochen.

Räumung des Centercourts vor Finalbeginn
Ein ausverkauftes Haus zu räumen tut natürlich weh – sehr weh, sogar. Aber: Sicherheit geht vor! Ohne Schaden an Mensch und Equipment gingen Sturm, Blitz und Donner nieder. Keine Verletzungen, kein Schaden.

„Die Absage am Centercourt kam genau zur richtigen Zeit und war aufgrund der Wettervorhersage auf jeden Fall gerechtfertigt.“, steht Organisator Simon Varges hinter der Entscheidung.

Auch von Seiten der Spieler:innen kam großes Verständnis. „Bitter, wir hätten sehr gerne vor dieser Kulisse gespielt.“, sind sich die Finalist:innen einig. Kurzzeitig herrschte Unklarheit darüber, wie es mit dem Turnierverlauf weitergehen würde. In der Regenpause pochten vor allem die Spieler:innen auf ein Fortführen des Turniers. Und so traf die Turnierleitung schließlich die Entscheidung, die Finalspiele auf den Sidecourts auf der Beach-WG20 auszutragen – und zwar parallel zueinander auf drei Courts, um das Turnier zwischen Gewitterende und Einbruch der Dunkelheit durchzubringen.

Spontane Finalspiele auf den Sidecourts (Beach-WG20)
Innerhalb weniger Minuten standen alle bereit – von Schiedsrichter:innen über Spieler:innen bis hin zu den Volunteers. Danke an alle für die Spontanität – und insbesondere die Motivation im Sinne des Sports. Die Ankündigung „19.20 Uhr Spielbeginn“ sorgte zwar kurzzeitig für Stress, aber schließlich konnte auf die Minute pünktlich angepfiffen werden. Clemens Doppler und Thomas Kunert setzten ihr kleines Finale im zweiten Satz fort, mussten sich aber im dritten Satz den höchst ambitionierten Israeli Kevin Cuzmiciov/River Day geschlagen geben.

Damenfinale: Rabitsch/Trailovic wieder überlegen
Im Damenfinale lieferten sich Magdalena Rabitsch/Anja Trailovic und Stephanie Wiesmeyr/Eva Freiberger einen Dreisatz-Krimi. Eine Neuauflage des Finalspiels des PRO 80 Turniers in Graz – wieder mit dem besseren Ende für die jungen Kärntnerinnen. „Wir sind mega happy.“, strahlten die Beiden – obwohl sie sich natürlich sehr darauf gefreut hatten, vor hunderten Fans zu spielen. Aber die Gelegenheit, vor vollen Rängen zu spielen, werden die beiden in ihrer Karriere bestimmt noch öfter haben. Vielleicht schon nächste Woche, wenn sie bei der U22-EM erneut auf internationale Konkurrenz treffen. Wir wünschen ihnen alles Gute!

Herrenfinale: Sieg an Tschechien, zweiter Platz an Schnetzer/Petutschnig
Die vergleichsweise ruhige Kulisse am Sidecourt bot die Möglichkeit, die Emotionen am Spielfeld hautnah mitzuerleben – und davon gab es reichlich. Ebenfalls in drei Sätzen entschieden die sympathischen Tschechen Vaclav Bercik/Matyas Dzavoronok das Turnier schließlich für sich. „Es war ein verrückter Tag“ – und ein wichtiger Sieg für das neu formierte Duo: „Wir spielen erst seit ein paar Wochen zusammen und sind bei den letzten Future-Turnieren bereits in der Qualifikation ausgeschieden. Unsere Karriere stand sozusagen auf der Kippe – und nun stehen wir hier.“ Am Ende zeigten sie aber vor allem Dankbarkeit für die Turnierorganisation: „Es tut uns so leid, dass das Finale am Centercourt abgesagt werden musste – alles wäre für ein perfektes Finale angerichtet gewesen. Aber wir sind froh, dass wir spielen durften, es hat einfach sehr viel Spaß gemacht.“

Weitere Statements zu diesem verrückten Tag – und die ganze Story im Detail – gibt es gerne auf Anfrage.

Ergebnisse Damen:
1.#9, RABITSCH / TRAILOVIC, AUT
2.#5, WIESMEYR / FREIBERGER, AUT
3.#16, SIPOSOVA / ELEKOVA, SVK

Ergebnisse Herren:
1.#4, BERCIK / DZAVORONOK, CZE
2.#6, SCHNETZER / PETUTSCHNIG, AUT
3.#5, CUZMICIOV / DAY, ISR

Alle Ergebnisse unter https://docs.google.com/spreadsheets/d/1ncY3yfbIM8_U32KlXl2cOOTJ8fwTNyxs/edit#gid=1520690
bzw. https://docs.google.com/spreadsheets/d/1VIEPWsu3IWj6RQlSSaaVXguh1CaA9yux/edit#gid=1520690

Copyrights:
Text: Carina Forstinger, Sprachtante
Fotos: © Morepikzz
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